Das Lebensende und Sterben von nahestehenden Menschen macht uns oft hilflos. Das Wissen über Sterbebegleitung geht zunehmend verloren. Wir haben Berührungsängste, wissen nicht, was wir tun können bzw. sollen und haben Angst, etwas falsch zu machen.
Um in solchen Situationen handlungsfähig zu bleiben, vermittelt ein Letzte Hilfe-Kurs Basiswissen zur Begleitung Sterbender. Er ermutigt dazu, sich Sterbenden zuzuwenden und stärkt das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Er gibt den Teilnehmenden konkrete Tipps an die Hand (z.B. Mundpflege zu nicht-medikamentöser Linderung von Beschwerden) und regt zur Auseinandersetzung mit dem Thema Endlichkeit des Lebens an. Selbstverständlich können im Kurs auch Fragen und Ängste angesprochen werden.
Der Kurs steht allen interessierten Menschen offen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen möchten.
Der nächste offene Kurs findet am Freitag, 16. Oktober von 13.00-17.00 Uhr in Traunstein (Lebenshilfe, Bahnweg 3) statt.
Wir bitte um Anmeldung unter Tel. 0861 909612-140 oder veranstaltung@netzwerk-hospiz.de.
Vortrag und moderierte Diskussion mit Frau Dr. Christina Kaneider, Innsbruck, und Dr. Christoph Jung
Immer mehr Menschen machen sich Gedanken, wie sie ihr Lebensende würdevoll gestalten möchten. Die Möglichkeit, Suizidassistenz in Anspruch zu nehmen, wird mit dieser Würde verknüpft. Sie ist in der Gesellschaft angekommen. In der Umsetzung aber ist noch vieles ungeklärt. Ist die Entscheidung freiverantwortlich getroffen? Blieben noch Alternativen? Ist es die beste Entscheidung für alle Beteiligten? Wie läuft ein solcher Entscheidungsfindungsweg ab? Ist assistierter Suizid die akzeptierte oder gar wünschenswerte Antwort unserer Gesellschaft auf einen immer schwieriger zu leistenden Generationenvertrag und explodierende Kosten des Gesundheitswesens? Und schließlich, wer setzt den assistierten Suizid um? Dürfen wir dauerhaft die Gestaltung dieses Weges öffnen für Unternehmungen, die nicht gemeinnützig, sondern ökonomisch orientiert arbeiten? Bleibt der assistierte Suizid nur Menschen mit ausreichendem Vermögen offen oder müsste er dann durch unser Sozialsystem finanziert werden?
Aufgrund des großen Interesses an der letztjährigen Veranstaltung über assistierten Suizid und dem Ringen um eine menschenwürdige, zukunftsweisende Haltung zu den verschiedenen Wegen im Hinübergehen möchte das Netzwerk Hospiz dieses Thema weiter beleuchten. Was ist „gutes Sterben“? Was ist „gutes Leben“ vor dem Tod? Wie können Wege professionell, rechtssicher, qualitätsgesichert und würdevoll gestaltet werden?
Zu diesem Thema haben wir eine erfahrene und renommierte Referentin gewinnen können. Die österreichische Ärztin Dr. Christina Kaneider aus Innsbruck ist Allgemeinmedizinerin, Palliativärztin und Ethikerin (Master of Medical Ethic) sowie Präsidentin der gemeinnützigen Österreichischen Gesellschaft für ein Humanes Lebensende. Sie forscht zu ethischen Fragen am Lebensende und unterrichtet im Bereich Medizinethik an der Universität Innsbruck. Und sie erlaubt uns den Blick über den Tellerrand zu unseren österreichischen Nachbarn.
Im Gespräch mit Dr. Christoph Jung, der erneut die Moderation der Veranstaltung übernimmt, wird sie aus ihrer Praxis bei der Begleitung sterbewilliger Menschen berichten und eine mögliche Zukunft würdevollen Sterbens zeichnen. Im Anschluss an den Vortrag und die Gesprächsrunde sind Fragen aus dem Publikum willkommen.
Donnerstag, 22. Oktober, Kulturforum Klosterkirche Traunstein, 19:30 Uhr
Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung unter veranstaltung@netzwerk-hospiz.de oder Tel. 0861 909612-140.
Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten
Wir, die Mitarbeiter vom Netzwerk Hospiz und die Mitarbeiter des Ambulanten Hospizdienstes der Caritas, möchten Sie zu einem Gedenken für die von uns betreuten Verstorbenen einladen.
Das Gedenken findet statt am
Donnerstag, den 30.04.2026 um 18:00 Uhr im Evangelischen Gemeindesaal Traunstein (Martin-Luther-Platz 4)
und wird von unserem Seelsorger Hubert Gallenberger gemeinsam mit einigen Mitarbeitern gestaltet.
Wir freuen uns auf Sie!
Wie sterbenden Menschen beistehen?
Das Lebensende und Sterben von nahestehenden Menschen macht uns oft hilflos. Das Wissen über Sterbebegleitung geht zunehmend verloren. Wir haben Berührungsängste, wissen nicht, was wir tun können bzw. sollen und haben Angst, etwas falsch zu machen.
Um in solchen Situationen handlungsfähig zu bleiben, vermittelt ein Letzte Hilfe Kurs Basiswissen zur Begleitung Sterbender. Er ermutigt dazu, sich Sterbenden zuzuwenden und stärkt das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Er gibt den Teilnehmenden konkrete Tipps an die Hand (z.B. Mundpflege zu nicht-medikamentöser Linderung von Beschwerden) und regt zur Auseinandersetzung mit dem Thema Endlichkeit des Lebens an. Selbstverständlich können im Kurs auch Fragen und Ängste angesprochen werden.
Der Kurs (Dauer: 4 Std.) ist kostenfrei und steht allen interessierten Menschen offen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen möchten.
Termine für offene Kurse finden Sie unter Aktivitäten -> Termine und Veranstaltungen.
Gerne bieten wir auch Kurse auf Anfrage an (ab einer Teilnehmerzahl von 6 Personen). Unsere Kursleitungen sind ausgebildet für folgende Angebote:
Bei Interesse melden Sie sich bitte unter Tel. 0861 909612-140 oder info@netzwerk-hospiz.de.
Letzte Hilfe Kurse werden auch vom Ambulanten Hospizdienst der Caritas Traunstein (www.caritas-hospiz-traunstein.de) und vom Hospizverein Berchtesgadener Land e. V. (www.hospizverein-bgl.de) angeboten.
Um die Hospiz- und Palliativversorgung in unseren Landkreisen weiter auszubauen und den Kollegen hier in der Region die Möglichkeit zu geben, sich ohne größeren Aufwand weiterzubilden, veranstaltet das Netzwerk Hospiz Südostbayern in Kooperation mit der Kliniken Südostbayern AG und der Hospizakademie Annabrunn zum zweiten Mal den Basiskurs Palliativmedizin für Ärztinnen und Ärzte.
Die dort vermittelten Inhalte sind überaus wertvoll bei der Versorgung von Palliativpatienten und zudem Voraussetzung
Der Kurs findet in 2 Blöcken im Mai (7.5. – 9.5.) und Juni (12.6. – 13.6.) 2026 in der Kreisklinik Bad Reichenhall statt und richtet sich an Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen.
Inhalte (40 UE):
Nähere Informationen sowie Anmeldemöglichkeit finden Sie auf der Website der Hospizakademie Annabrunn (Kurs: P21-26 „Zusatzweiterbildung Palliativmedizin für Ärzt:innen“).
Übers Sterben zu reden hat noch niemanden umgebracht
Unter diesem Motto feierten wir im Jahr 2025 unser Jubiläum: 20 Jahre Brückenschwestern und 10 Jahre Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV).
Mit den verschiedenen Veranstaltungen hatten wir uns zum Ziel gesetzt, Hürden abzubauen und der Sprachlosigkeit im Umgang mit dem Sterben zu begegnen. Wir wollten informieren und zur Auseinandersetzung mit dem Thema anregen. Und auch der Humor sollte nicht zu kurz kommen, denn gerade am Lebensende darf noch ausgiebig gelacht werden.
Wir freuen uns sehr über das große Interesse an unserem Jubiläum und darüber, dass unsere Veranstaltungen gut besucht waren. Hier können Sie sich einen Rückblick unseres Jubiläumsjahrs in Bildern anschauen.
Lesen Sie hier ein Interview mit der stellvertretenden ärztlichen Leitung, Dr. Stefanie Appel, und Stefan Scheck, Vorstand des Chiemseehospiz, über die möglichen Hintergründe von Sterbewünschen und den Umgang damit beim ambulanten Palliativteam.
Wir danken der Autorin Marina Birkhof für die freundliche Zurverfügungstellung des Artikels.
Im Rahmen unseres Jubiläums haben wir am 13.11.25 im Kulturforum Klosterkirche Traunstein zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Sterbewünsche eingeladen. Lesen Sie hier einen Bericht über die Veranstaltung.
Lesen Sie hier den Bericht der Mitgliederversammlung 2025, erschienen am 21.10.25 im Trostberger Tagblatt.

Auch das Netzwerk Hospiz beteiligt sich mit zwei Veranstaltungen am Hospizmonat der Hospiz- und Palliativregion in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein.
Den Flyer mit allen Veranstaltungen finden Sie hier und eine Kalenderübersicht finden Sie auf der Website der hospizundpalliativregion.de